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Vorträge und Workshops

Die Vorträge und Workshops finden im Bildungsraum statt. Wie ihr dahinkommt, findet ihr im Raumplan.

Samstag, 7. Oktober
UhrzeitVorträge im Bildungsraum
10:00 - 11:30Keynote
TBA
11:30 - 13:00
13:00 - 14:00Mittagspause
14:00 - 15:30
15:30 - 17:00
17:00 - 18:30
18:30 - 21:00Jahreshauptversammlung des Vereins zum Erhalt klassischer Computer


Sonntag, 8. Oktober
UhrzeitVorträge im Bildungsraum
10:00 - 11:30
11:30 - 13:00
13:00 - 14:00Mittagspause
14:00 - 15:30
15:30 - 17:00
17:00 - 17:30Abschlussveranstaltung
TBA

Der Computerpionier Konrad Zuse als Erfinder und Visionär

Konrad Zuse (1910–1995) ist heute bekannt als Pionier des modernen Computers. Bis in die 1960er-Jahre leitete er die Zuse KG, ein Unternehmen, in dem Computer in Serie hergestellt wurden. Nach Ausscheiden aus seinem Unternehmen widmete sich Zuse visionären Ideen. Sie sind Thema des Vortrags: selbstreproduzierende Systeme, technische Keimzellen und ein digitales Universum. Im Vortrag möchte ich die Anfang der 1970er-Jahre von Zuse entworfene "Montagestraße SRS 72" vorstellen. Durch einen Computer gesteuert sollte diese Maschine Kopien von sich selbst bauen. Zuse wollte sie weiterentwickeln, so dass die Maschine schließlich alle möglichen Dinge konstruierte, auch mikroskopisch kleine Systeme. Damit kommen wir zu "technischen Keimzellen". In Zuses Vorstellung sind dies miniaturisierte Fabriken, die sich wie biologische Zellen verhalten. D.h., sie sollten automatisiert Rohstoffe aus ihrer Umgebung aufnehmen, verarbeiten und damit neue Konstruktionen schaffen. Diese Vision ist eingebettet in Zuses Vorstellung von einem digitalen Universum. Es gleicht einem gigantisch großen Computer, in dem alles Geschehen gewissermaßen vorprogrammiert ist. So kommt es – in Zuses Vorstellung – eines Tages unausweichlich zur Entwicklung technischer Keimzellen. Damit würde schließlich die Besiedlung des Weltalls vorbereitet. Nora Eibisch


Hardware Preservation: Die Erhaltung historischer Hardware als Strategie der digitalen Langzeitarchivierung

Durch das Erzeugen und Speichern von Daten in ausschließlich digitaler Form sehen sich Kultureinrichtungen bei der Bestandserhaltung vor gänzlich neue Herausforderungen gestellt. Digital kodierte Daten sind an veraltende Datenformate und Datenträger gebunden. Darüber hinaus bedarf es zur Darstellung digitaler Daten bestimmter Soft- und Hardware. Auch diese sind der Alterung unterworfen. Bei der digitalen Langzeitarchivierung stehen vor allem die langfristige Sicherung der Daten und ihrer Datenformate im Vordergrund. Diese wird durch Konversion, Migration oder Emulation realisiert. Solange derartige Verfahren nicht zur Verfügung stehen, stellt die Konservierung originaler Datenträger, Soft- und Hardware eine Alternative dar. Der Vortrag beschäftigt sich insbesondere mit den Problemen, die sich bei der Hardware Preservation ergeben und versucht, mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen. Carmen Krause


PenPoint: Von einer revolutionären Idee bis zum Venture-Capital-Fail

1987 hatte Jerry Kaplan die Idee, einen Computer zu bauen, der sich in der Hand halten lässt und nur mit Stift bedienbar ist. In der Folge gründete er die GO Corporation, die sich mit der Herstellung eines solchen Computers beschäftigte. Die Geschichte dieser 75-Millionen-Dollar-Firma, die von AT&T gekauft wurde und 1994 geschlossen wurde, ihres Betriebssystems PenPoint, sowie ihrer Rivalität und Kooperation mit IBM, Microsoft und Apple ist das Thema dieses Vortrags. Fritz "cyberfritz" Hohl (VzEkC)


IT-Monitoring früher und heute

Der Vortrag behandelt die Entwicklung der Rechner-Überwachung in den letzten 30 Jahren. Mainframe und NOC sind Relikte, virtuelle Maschinen Stand der Dinge und Cloud die Zukunft. Was waren die Herausforderungen der 1980er-Jahre, wo wir von all den verschiedenen Netzwerk-Protokollen und Architekturen umgeben waren? Was sind die Erfahrungen aus den zentralen und dezentralen Monitoring-Konzepten und welche Rolle hat hier die Einführung der IT-Prozesse gespielt? Während des Vortrages machen besondere Praxisbeispiele die Veränderungen deutlich. Der Vortragende arbeitet seit über 20 Jahren in einem Weltunternehmen und ist heute für die globale Monitoring-Infrastruktur als Solution Architect verantwortlich. Peter Zumbrink