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Ausstellungen

Die Anmeldung zur Teilnahme am VCFB 2017 ist jetzt eröffnet. Das Thema der diesjährigen Sonderausstellung ist "Computerclubs".

Folgende Ausstellungen wurden bisher angemeldet:

Von Moppeln, Profis und Kleincomputern – Selbstbauprojekte aus den 1970er- und 1980er-Jahren

Wenn heute jemand sagt "Ich baue mir einen Computer", meint er in der Regel das Zusammenstecken fertiger Karten und Boards und das anschließende Installieren der passenden Treiber und Software. In den 1970er- und 1980er-Jahren durfte man "Computer bauen" noch wörtlich nehmen. Die Platinen mussten selbst geätzt, Bauteile beschafft und eingelötet werden. Hatte man entsprechend sorgfältig gearbeitet und die entstandenen Baugruppen überstanden erste Tests ohne Rauchwölkchen, ging es ans Konfigurieren. Derartige Projekte gab es in Computerzeitschriften, aber auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk strahlte (meist im Rahmen des Schulfunks) entsprechendes Sendungen aus. Die Ausstellung zeigt exemplarisch einige dieser Systeme, z.B. den MOPPEL, den PROFI-80 sowie eins der bekanntesten Projekte dieser Art – den NDR-Kleincomputer. Neben der Hardware gibt es auch Literatur und Dokumentation zu sehen. Joachim Schwanter (Gesellschaft für historische Rechenanlagen e.V. – Computermuseum München)


Die Motivation, ein Terminal auszustellen – Das robotron K8911

Die Ausstellung präsentiert das robotron-Bildschirmterminal K8911 mit seinen Funktionen und versucht, dieses trotz Nichtverfügbarkeit der originalen Zentraleinheit im nahezu authentischen Einsatz zu zeigen. Der Besucher erfährt etwas über den Aufbau und die Funktionalität des Geräts sowie dessen Varianten. Auch lassen sich die Änderungen, die das Gerät mit seiner Weiterentwicklung erfahren hat, gut aufzeigen. Dirk Kahnert


TTL-Computer SPACE AGE 2 mit Peripherie

Der SPACE AGE 2 ist ein 32-Bit-Computer, dessen CPU aus 490 TTL-Bausteinen aufgebaut ist. Er wurde 2014 bis 2016 im Rahmen einer Lehrveranstaltung an der TU Berlin konzipiert und aufgebaut. Mit Ausnahme der Speicher werden keine hochintegrierten Bausteine verwendet. Der SPACE AGE 2 ist mit dem Befehlssatz MIPS-1 kompatibel. Mit einem GNU-GCC-Compiler können in C erstellte Programme auf dem SPACE AGE 2 ablaufen. Seit der ersten Vorstellung des SPACE AGE 2 wurde der Rechner um eine Video-Karte, einen CRT-Monitor, eine UART-Karte und ein Schaltnetzteil ergänzt. Diese Funktionsgruppen wurden mit niedrig integrierten ICs, diskreten Halbleitern und projektspezifischen induktiven Bauelementen selbst gebaut. Die hier implementierte MIPS-Architektur wird in den Studiengängen Elektrotechnik und Technische Informatik an sehr vielen Universitäten beispielhaft behandelt, meist unter Verwendung des populären Lehrbuchs von Hennessy und Patterson und ist daher den meisten Studierenden und Absolvent/innen dieser Fächer gut bekannt. Der SPACE AGE 2 visualisiert diese populäre Archiktektur durch Implementierung in historischer TTL-Technik. Mit verschiedenen mathematischen Anwendungen und historischen Computerspiel-Klassikern wird das Zusammenspiel der Komponenten des SPACE AGE 2 demonstriert. Henry Westphal (TU Berlin)


LittleGP-30 – Personal Computing 1956

Der LGP-30 war 1956 vielleicht der erste "Personal Computer". Seine einfache, kostengünstige Architektur erlaubte es, ihn exklusiv einem Anwender als "Desk Computer" an den Arbeitsplatz zu stellen. Nur 15 Bits mussten elektronisch – in teuren Röhren-Flipflops – gehalten werden. Das wurde durch einen bit-seriellen Aufbau erreicht, in dem die 32-Bit-Register Bit für Bit nacheinander bearbeitet wurden, gesteuert durch Takt- und Steuersignale von einem magnetischen Trommelspeicher. Gezeigt wird eine FPGA-basierte Replika, die die Schaltung und das Timing originalgetreu auf Bit-Ebene reproduziert. Ein kleines Steuerpult und Display erlauben die Bedienung eines LGP-30 im Taschenformat. Damit kann man programmieren wie die "real programmers" der 50er-Jahre: Der Könner synchronisiert die Assembler-Opcodes liebevoll mit den Umdrehungen der Magnettrommel, damit das Programm optimal schnell läuft! Jürgen Müller


4-Bit-Computing in den 1970ern, 1980ern und heute

Am Anfang der 1980er-Jahre gab es diverse Lerncomputerkästen und Bausätze, um interessierten Jugendlichen und Erwachsenen die Funktionsweise eines Mikrocomputers auf Assembler- und Hardwareebene näherzubringen. Der 1981 vorgestellte Busch 2090 war einer dieser Mikrocomputer und basierte auf der 4-Bit-CPU Texas Instruments TMS-1400. Dieser soll zusammen mit einem Tape-Emulator und PC-Cross-Assembler präsentiert werden. Um das Zusammenspiel von Rechenwerk (ALU), Steuereinheit (Control Unit), Registern, Speicher, etc. zu verstehen, sind auch heute noch 4-Bit-Rechner ideal, da hier in einem überschaubarem System dieses Zusammenspiel nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch erforscht werden kann. Zweites Exponat ist deshalb der 4-Bit-Mikrocontroller "Nibbler". Dieser basiert auf einem 74181-ALU-Chip, der auch schon in legendären Computern wie dem Data General Nova, dem Xerox Alto, der PDP-11 und vielen weiteren Computern in den 1970er-Jahren im Bit-Slicing-Betrieb breite Anwendung fand. Martin Sauter


Computer74

Der Selbstbau eines Computers war 1974 fast eine Utopie. Aber nur fast – logische Bausteine der 74er-Serie wurden preiswert und eine Architektur war schon 1945 durch den Mathematker John von Neumann beschrieben. So entstand in einem Zwei-Mann-Team der Computer74. Das Ergebnis: ein Rechner ohne Mikroprozessor mit 12 Bit Wortlänge, 3k Worten Speicher, einem einzigen Register und 300 kHz Taktrate bestehend aus ca. 170 ICs der Reihe 74. Alle 31 Maschinenbefehle sind in einem Mikroprogramm von 6 Schritten realisiert. Dieser einfache Aufbau ist leicht zu durchschauen und kann einen didaktisch wertvollen Beitrag zum Verständnis der Technik liefern. Die ersten Programme wurden in Maschinensprache erstellt und per Schalter manuell in den Speicher gebracht. Hier wird der Computer74 mit Lochstreifeneingabe gezeigt. Es wird eine Technik demonstriert, die damals für Kleinrechner üblich war. Das Betriebssystem und die Anwendungsprogramme werden auf einem "Hostrechner" geschrieben, übersetzt, in binärer Form als Lochstreifen ausgegeben und in den Rechner eingelesen. Heinz und Helmut Jakob


Aktualisierung kybernetischen Denkens

Der Lehrstuhl für Medientheorien der HU Berlin verwaltet zwei technische Sammlungen (das Signallabor und den Medienarchäologischen Fundus), um Forschern und Studenten Medienwissenschaft "hands-on" zu vermitteln. Dazu zählen auch Artefakte, die direkt oder indirekt mit dem Thema "Kybernetik" zu tun haben und eindrücklich zeigen, wie diese in den 1940er-Jahren etablierte Theorie an und in Objekten funktioniert hat. Die Ausstellung zeigt Spielzeuge, Lernobjekte, Literatur, Kunst und anderes aus dem Themenkreis und lädt zum Experimentieren ein. Lehrstuhl für Medientheorien, HU Berlin


IBM System/360 Model 30 recreation

The IBM System/360 was the dominant mainframe architecture in the 1960s and 1970s. The 360/30 was a small machine, introduced in 1964, and found its way into countless universities and companies. It used simple 8-bit data paths and registers internally, but its microcode provided the full IBM 360 architecture used in larger machines – that sometimes were hundreds of times as fast. Only a few Model 30s survive today, and only one is thought to be in a working state at present. Shown at this exhibit is an original front panel, now driven by a faithful recreation of the original hardware in an FPGA, together with a Selectric typewriter used as a console printer. Lawrence Wilkinson


Sonderausstellung Computerclubs

Der Beginn des Mikrocomputer-Zeitalters ist eng verbunden mit privaten Computerclubs, in denen die neuen Geräte nicht nur vorgestellt und programmiert wurden, sondern sogar eigene Entwicklungen das Licht der Welt erblickten. Und auch während der Homecomputer-Zeit haben solche Clubs die User bei ihrem Hobby unterstützt. In vielen Ländern gab es für beinahe jede Computerplattform mindestens einen Club mit Zeitschrift, Mailorder-Shop und Szene-Treffs. Computerclubs bildeten das soziale Netz zwischen den Computeranwendern – und das ist auch heute noch so. Für viele der damaligen Plattformen gibt es immer noch aktive Clubs (Atari, Commodore, Texas Instruments, …) und Sammler historischer Computer schließen sich in bundesweit organisierten Vereinen zusammen. Das VCFB widmet in diesem Jahr den Computerclubs seine Sonderausstellung und lädt neben regionalen und kleinen Userclubs die Classic Computing, das Jahrestreffen des Vereins zum Erhalt klassischer Computer e.V., als Sonderaussteller nach Berlin ein.

Spectrum Profi Club (SPC)

Wir nutzen Varianten des ZX Spectrum der britischen Firma Clive Sinclair Research (1980–1987) mit Interfaces und Geräten, die auch von Drittfirmen und Privatpersonen dafür entwickelt wurden. Ursprünglich wurde der ZX Spectrum an TV über UHF-Kanal 36 angeschlossen und ein normaler Kassettenrekorder als Massenspeicher benutzt. Die neueste Variante zur verbesserten Bildausgabe geht über RGB an SCART-TV oder VGA-Monitore. Als Massenspeicher kommen 3,5"-Disketten, USB-Sticks, CF- und SD-Karten über verschiedene Interfaces zur Anwendung. Die Nutzung von Druckern und Internet sind auch möglich. Ingo Truppel und Norbert Opitz


Vergessene PC-Betriebssysteme

Auf Intel-PCs und Notebooks finden sich heute fast nur noch zwei Betriebssysteme, nämlich Linux und Microsoft Windows. Das war nicht immer so – in den 1990er-Jahren buhlten viele Hersteller mit ihren Systemen um die Gunst des Anwenders. Doch wer erinnert sich heute noch an BeOS, GeoWorks Ensemble, OS/2 oder OpenSTEP? Hier gibt es diese Systeme wieder zu sehen und zwar auf PCs und Notebooks aus dieser Zeit. Live und zum Anfassen! Georg Basse (Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V.)


Der ATARI Falcon030 – damals und heute

Der ATARI Falcon030 im lokalen Netzwerk, im Internet und der Zugang zur BBS-Mailbox. Weitere Informationen folgen. Reiner Schulz (Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V.)


Lost classics – Apple IIc Plus und IIe Platinum

Gezeigt werden zwei 8-Bit-Rechner des Herstellers Apple, die aus höchst unterschiedlichen Gründen nie auf dem deutschen Markt erschienen sind. Für Besucher besteht die Möglichkeit zum Hands-on-Vergleich mit den deutlich bekannteren Volumenmodellen. Weitere Informationen folgen. Carsten Lucassen (Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V.)


Commodore Amiga Desktoprechner

Es sollen alle Amiga-Desktoprechner der Firma Commodore gezeigt werden. Alle Rechner verfügen über verschiedene Ausbaustufen. Dazu kommt eine Auswahl passender Anwender- und Spielesoftware, die natürlich auch ausprobiert werden kann. Weitere Informationen folgen. Tim Roscher (a1k.org)


A1k.org analogkid

Verschiedene Commodore Amiga- und C64-Computer in Aktion. Weitere Informationen folgen. Ingo Schmitz (a1k.org)


Super Nintendo

Super Nintendo mit sd2snes-Modul. Zocken auf alter Maschine mit neuem Zubehör. Kein lästiges Modulewechseln mehr. Mehrere Spiele auf einer SD-Karte speichern und einfach losdaddeln. Weitere Informationen folgen. Anja "Micky" Raecke (Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V.)


Beyond ATARI

Die Ausstellung zeigt einen Falcon mit 68060er-Erweiterung und einen Milan mit 68060er-Prozessor und Zubehör. Weitere Informationen folgen. Hans-Ulrich Scheele (Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V.)


Der Beginn der digital gesteuerten Modelleisenbahn

Der größte deutsche Hersteller von Modelleisenbahnen stellte die Weichen für die Digitalisierung 1985/86. Eine kleine Schauanlage zeigt das Innenleben der Digitalsteuerung wie Bedienpult, Schaltpult und Computerinterface. Offene Lokomotiven präsentieren die ersten Digitaldecoder. Kataloge und Anleitungen aus dem Einführungsjahr dürfen natürlich nicht fehlen. Homecomputer und PCs aus derselben Zeit verdeutlichen das Potential der Steuerung und praktizieren sichtbare Abläufe durch Steuerung der Lokomotiven, Stellen der Weichen und Auswerten der Sensoren auf der Anlage. Auf Postern wird die Logik der Steuerung detailiert erklärt. Peter Zumbrink (Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V.)


Eine kurze Geschichte des Mobile Computing

Schon sehr früh nach der Entwicklung der ersten Heimcomputer entstand der Bedarf an Geräten, die nicht mehr nur stationär zu benutzen waren, sondern (zuerst) transportiert werden und (später) mobil in jeder Situation eingesetzt werden konnten. Diese Ausstellung beleuchtet diese Entwicklung anhand von wenigen, markanten Modellen, die jeweils am Anfang einer neuen Teilentwicklung im Mobile Computing standen. Gezeigt werden Osborne-1 oder Kaypro, Epson HX-20 (1981), Casio IF-8000 (1986), NCR 3125 (1991), EO 440 (1993), Pilot 1000 (1996), iPhone 2G (2007). Fritz Hohl (Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V.)


CP/M und Microsoft BASIC am RS232-Terminal

Gezeigt wird ein Televideo Terminal 950 mit AVR CP/M-System. Am Televideo-Terminal kann in Microsoft BASIC (BASIC-80) oder in PASCAL frei programmiert werden. Es werden Bücher über BASIC am Terminalplatz liegen. Jeder kann hier gerne programmieren wie er möchte. Zusätzlich ausgestellt wird ein Atari 2600 Junior. Weitere Informationen folgen. Björn "Ajax" Benner (Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V.)


C64 Club Berlin

An unserer 8-Bit-Selfiestation darf sich geknipst, digitalisiert und auf Endlospapier ausgedruckt werden. Für eine bleibende und individuelle Erinnerung! Das Foto kann zudem als C64-Bitmapgrafik auf einer 8-Zoll-Diskette mitgenommen werden. Der Aufbau aus DOS-PC und Diskettenlaufwerk von 1964 ist am C64 angeschlossen. Die dritte Station zeigt eine kabellose Datenübertragung zwischen zwei C64. Malte Schulze


Einplatinencomputer 1976–1979: AIM-65, Nascom 1, Nascom 2, SYM-1

Einplatinencomputer waren in der Mitte bis Ende der 1970er-Jahre sehr beliebt. Einer der bekanntesten (und teuersten) ist der Apple I. Auf einer Fläche eines DIN-A3-Blattes waren die CPU, ROM, RAM, Video-Interface, Tastatur-Interface und weitere Schnittstellen untergebracht. I.A. wurde nur der Einplatinencomputer verkauft, oft auch als Bausatz. Tastatur, Netzteil, evtl. ein Gehäuse musste der Besitzer dazukaufen oder selber bauen. Der Bildschirm war meistens ein Fernseher. Zum Speichern der Programme und Daten dienten Kassettenrecorder. Anfangs bestand das "Betriebsystem" nur aus einem Maschinencode-Monitor. Mit diesem konnte man Programme als Maschinencode eingeben, Speicher auslesen (z.B. zur Kontrolle des eingegebenen Codes) und den Speicherinhalt auf Kassetten speichern und laden. Den Maschinencode musste der Programmierer sich selber aus Assembleranweisungen übersetzen. Die Ausstellung zeigt einige bekannte Exemplare dieser Zeit, angefangen mit einer einfachen Hex-Tastatur und 7-Segment-Anzeige beim SYM-1, über die alphanumerische, einzeilige Ein- und Ausgabe des AIM65, bis zum textorientierten Bildschirm. Florian Stassen (Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V.)


Drucken vor 30 Jahren

Am Anfang der Rechnergeschichte war der Ausdruck auf Papier die wichtigste und manchmal auch einzige Ausgabeform. In den 80er-Jahren, als die Rechner in Büros und Wohnungen einzogen, konkurrierten im wesentlichen drei Drucktechnologien miteinander: Nadel-, Typenraddruck und der Stiftplotter. Nadeldrucker waren günstig und grafikfähig, aber lieferten nur mäßige Qualität, der Typenraddruck war prinzipbedingt hervorragend und nicht vom Schriftbild einer Schreibmaschine zu unterscheiden, aber langsam und nicht grafikfähig. Der Stiftplotter hingegen war primär in Ingenieurbüros zur Ausgabe technischer Zeichnungen anzutreffen oder zum Herstellen von farbigen Overheadfolien. Laser- und Tintenstrahldrucker waren zwar schon verfügbar, aber nur in Nischenanwendungen präsent. In der Ausstellung werden ein Plotter, ein Unihammer-Nadeldrucker und ein Typenraddrucker an zeitgenössischen Rechnern gezeigt. Stephan "toshi" Kraus (Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V.)


Hewlett Packard 86B – Bürorechner für den technisch/wissenschaftlichen Arbeitsplatz

Der HP 86B ist eines von mehreren unterschiedlich ausgestatteten Bürorechnermodellen aus der „HP 80"-Serie des Herstellers Hewlett Packard und wurde 1983 vorgestellt. Diese Rechner waren speziell auf technische und wissenschaftliche Aufgaben abgestimmt. Dieser Aufgabenbereich wurde auch beim angebotenen Zubehör deutlich: Neben Monitoren, Diskettenlaufwerken und Druckern gab es z.B. auch Plotter und Barcode-Leser. Mittels ROM-Modulen konnten erweiterte Programmfunktionen oder zusätzliche Hardwareunterstützung nachgerüstet werden. Mit einem entsprechenden Modul konnte statt des HP-eigenen Betriebssystems das damals populäre CP/M genutzt werden. Die damals weit verbreiteten Taschenrechner der Serie "HP 41" konnten ebenfalls angeschlossen und die Daten übertragen werden. Norbert "Cartouce" Kötting (Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V.)


Harzretro

Gezeigt werden verschiedene Rechner und Konsolen der Sammlung "Harzretro". Dabei handelt es sich um eine umfangreiche Sammlung über alle Bereiche der Computer- und Computerspielegeschichte, die in kleinen Teilen bei mehreren Ausstellungen gezeigt wurde. Es geht dabei nicht nur um die Rechner, sondern auch um die Geschichten dahinter – die für jedermann verständlich sind. Gezeigt werden unter anderem ein C64 im Internet, Case-Modding eines Amiga CD32, verschiedene Bauteile aus Rechnern der 60er- und 70er-Jahre, verschiedene Homecomputer und Spielkonsolen der 80er- und 90er-Jahre und manch eine Rarität, die es ansonsten nur selten zu sehen gibt. Bei kleineren Gruppen kann gerne eine Führung gemacht werden, bei der nicht nur Details zu den gezeigten Geräten genannt, sondern auch interessante Geschichten und Anekdoten aus deren Entwicklung oder Geschichte erzählt werden. Axel "Nalkem" Ehrich (Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V.)


ABBUC: Über 30 Jahre Atari Bit Byter User Club

Der ABBUC (ATARI Bit Byter User Club e.V.) bringt Dich mit Deinem Atari-Computer weiter als Du es Dir bisher erträumt hast. Und das durchgehend seit 1985! Mit seinen über 400 Mitgliedern ist der ABBUC heute der weltweit größte, älteste und bekannteste Atari-8-Bit-Computerclub auf allen Kontinenten. Der ABBUC liefert den Mitgliedern seit nun mehr als 30 Jahren das am längsten erscheinende ATARI-XL/XE-Computer-Disketten-Magazin mit Heftbeilage, sowie weiteren exklusiven Inhalten. Zu den Mitgliedern zählen heute Fans und Anwender aus aller Welt. Die Faszination der kleinen ATARIs blieb bis heute bestehen und wurde zum Hobby der User. Unter dem Management des Clubvorstands, geleitet von Wolfgang Burger, entwickelte sich das, was den ABBUC heute ausmacht: ein Userclub zum Mitmachen. Mehrere Regionalgruppen präsentieren inzwischen den ABBUC in ganz Deutschland. Zahlreiche Kontakte sichern die Versorgung aller User mit Informationen, sowie Hard- und Software. Die Kontakte reichen bis in weite Teile der Welt wie EU, USA, England, Japan und Israel. Zum Portfolio des ABBUC zählen regelmäßig erscheinende Magazine und Sondermagazine, sowie Jahresausgaben. Downloads freier Software, Magazine, Bau- und Schaltpläne gehören ebenso dazu, wie Hardware-Neuauflagen und Neuentwicklungen. Nicht zu vergessen ist der jählich durchgeführte Hard- und Software-Wettbewerb, der schon viele Perlen hervorgebracht hat. Die Ausstellung stellt einige davon vor und erläutert die Möglichkeiten zum Mitmachen. ATARI Bit Byter User Club e.V.


Atari – Eine Zeitreise durch die Geschichte 1972–1996

Jeder kennt den 2600, den die meisten nur "den Atari" nennen, oder auch noch den ST-Computer. Atari hatte jedoch mehr zu bieten: Von den ursprünglichen Ein-Spiel-Konsolen über den ersten farbfähigen Homecomputer, der ersten Handheld-Spielkonsole mit Farbdisplay bis zum Ultraleicht-Notebook Anfang der 1990er-Jahre. Michael Vogt (Atarimuseum, Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V.)


nascom – Die Apple-Konkurrenz der 1970er-Jahre

Mit dem nascom I technisch gleichauf mit dem Apple I präsentierte sich die englische Computerschmiede 1977 noch mit breiter Brust. Kurze Zeit später zeigte der Apple II dem nascom II dann aber, wohin die Reise ging. 1983 war dann ganz Schluss. Ausstellungsstücke sind zwei nascom-II-Rechner mit unterschiedlichen Hardware-Erweiterungen. Thomas Linke (Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V.)


CBM 8032 im Büroalltag der 1980er-Jahre

Der CBM 8032 war der meistverkaufte Bürocomputer in Deutschland, bevor der IBM-PC und seine Nachbauten nach und nach die anderen Systeme vom Markt verdrängten. Diese Ausstellung zeigt eine CBM-Anlage mit Peripherie und Software, so wie sie bis in die zweite Hälfte der 1980er-Jahre im Büro eines Handwerksbetriebs im Einsatz war. Christian Dirks (Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V.)


Virtuelle Maschinen im 8-Bit-Computer

Commodore wollte mit der CBM-II-Reihe an den großen Erfolg der CBM-8000-Reihe im Bürocomputer-Bereich anknüpfen. Dies gelang aber nicht, da man die Softwarekompatiblität zur CBM-8000-Reihe weitgehend vernachlässigt hatte. Nach der mehrfach verschobeben Markteinführung stellten die potentiellen Kunden fest, dass der überwiegende Teil der vorhandenen Software auf der CBM-II-Reihe nicht einsetzbar war, wodurch nur ein Bruchteil der produzierten Geräte verkauft werden konnte. Aufgrund der geringen Verkaufszahlen konnten kaum Softwareentwickler gewonnen werden, um Programme für die neuen Computer zu entwickeln. Volle Lager, keine nennenswerte Nachfrage – die CBM-II-Reihe entwickelte sich für Commodore zum Desaster. In dieser Situation trat Commodore Deutschland an Helmut Proxa, der sich durch seine Hardwareentwicklungen rund um Commodore-Computer einen Namen gemacht hatte, mit der Bitte um Hilfe heran. Herr Proxa entwickelte daraufhin die Proxa-7000-Platine, mit der auf Hardwareebene gleichzeitig mehrere virtuelle CBM-8000-Computer auf einem CBM-II-Computer emuliert werden können. Je nach Speicherausbau ist die Emulation von bis zu 15 CBM-8000-Computern gleichzeitg möglich. Auf Tastendruck kann zwischen den emulierten Computern umgeschaltet werden. Die Ausführungsgeschwindigkeit der emulierten Computer ist dabei doppelt so hoch wie die eines echten CBM-8000-Computers. Helmut Proxa (Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V.)


Computer der Mittleren Datentechnik bzw. dezentralen Datenverarbeitung

Die Mittlere Datentechnik (MDT) definierte in den 60er-Jahren nicht nur eine neue Größe von Rechenanlagen, sondern auch architektonisch die Abkehr von zentralen Großrechnern hin zu lokalen, firmeneigenen Rechnern, in den 70er-Jahren dann sogar hin zu persönlichen Computern (damit auch zur Entwicklung der PCs), kleineren Mehrplatzsystemen und Workstations. Es werden Beispiele von Rechenanlagen und Computern der Mittleren Datentechnik bzw. dezentralen Datenverarbeitung und deren Einsatz gezeigt. Rainer Siebert (Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V.)


SymbOS – Multitasking und Windows für Z80-Rechner

SymbOS ist ein modernes portierbares Betriebssystem für Z80-Rechner, das auf einem Micro-Kernel und echtem preemptivem Multitasking basiert. Es bietet eine grafische, vollflexible Benutzeroberfläche, erlaubt den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Programme, steuert Gigabyte-große Massenspeicher an und ist netzwerkfähig. Zudem ist es portierbar und erlaubt die Entwicklung plattformunabhängiger GUI-basierter Anwendungen auf 8-Bit-Systemen, die früher als inkompatibel galten. Mit all diesen Eigenschaften läuft es auf originalen, nicht modifizierten Heimcomputern der 1980er-Jahre, auf denen ein solcher Einsatz gar nicht vorgesehen war. Die Ausstellung zeigt SymbOS auf allen vier bisher unterstützten Plattformen, dem Schneider/Amstrad CPC, dem MSX, dem Enterprise 128 und dem PCW Joyce. Neben der üblichen Demonstration der Multitaskingfähigkeit und Plattformunabhängigkeit wird wieder ein Schwerpunkt auf die Netzwerkfähigkeit gelegt mittels Spielen und Chat. Jörn Mika und Edo van Zanten (Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V.)